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Wenn Maschinen kommunizieren

 

IT-Expertin Anna Kruspe sprach in der Stadt- und Schulbücherei über Künstliche Intelligenz im Alltag

 

Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt der künstlichen Intelligenz! Erfahren Sie, wie KI unser Leben verändert und welche spannenden Entwicklungen uns in Zukunft erwarten. Seien Sie dabei, wenn mit Professorin Anna Kruspe eine Expertin aus der Branche Einblicke in die neuesten Technologien und Trends gibt. Lassen Sie sich inspirieren und diskutieren Sie mit der Hochschullehrerin über die Chancen und Herausforderungen, die die KI-Revolution mit sich bringt. Seien Sie Teil dieser bahnbrechenden Veranstaltung und entdecken Sie die Zukunft der KI!“

Ziemlich dick aufgetragen für eine Veranstaltungsankündigung, finden Sie nicht? Geschrieben hat diesen kleinen Teaser zur letzten Medienweltveranstaltung in der Stadt- und Schulbücherei Gunzenhausen der Chatbot ChatGPT. Hätten Sie´s erkannt? Innerhalb kürzester Zeit hat sich das Tool vom Nerd-Nischenprodukt zum Massenphänomen entwickelt, mittlerweile kommunizieren weltweit Millionen von Menschen mit dieser künstlichen Intelligenz. Erst Ende 2022 wurde das Sprachmodell der Öffentlichkeit kostenfrei zugänglich gemacht, schon jetzt ist die KI-Anwendung nicht mehr aus dem digitalen Leben wegzudenken. Warum? ChatGPT ist allwissender Gesprächspartner, Ideengeber und Kummerkasten zugleich. Schon bald nach der Lancierung zeigten sich aber auch Schattenseiten, die Angst vor einem Missbrauch oder einer Verselbstständigung der Künstlichen Intelligenz scheint nicht mehr nur im Bereich der Science-Fiction zu liegen. Zeit für Aufklärung und hierfür eignen sich menschliche Experten immer noch am besten. Gemeinsam mit dem Computerverein gunnet e.V. hatte die Stadt- und Schulbücherei die Münchner Hochschulprofessorin Dr. Anna Kruspe nach Gunzenhausen eingeladen. Ihr Fazit: Es ist nicht alles digitales Gold, was glänzt.

 

Wie die meisten Erfindungen birgt auch die Künstliche Intelligenz Chancen und Risiken. ChatGPT und Co. sind riesige Lexika, die Maschinen können quasi alles gefragt werden, z.B. wie das Wetter morgen wird, wie lange die Chinesische Mauer ist oder ob es sich lohnt, den nächsten James Bond-Film im Kino zu sehen. Was uns der Computer antwortet, klingt alles plausibel, auch komplexe Zusammenhänge scheint er korrekt wiederzugeben. Doch jede Antwort ist mit Vorsicht zu genießen, denn gefüttert werden die künstlichen Sprachmodelle mit Daten aus dem www, also mit dem ausufernden Wissen des Internets. Da dort viel Quatsch und Unwahrheiten stehen, laufen ChatGPT und Co. Gefahr, diese falschen Daten ungefiltert weiterzuverbreiten. Kein Vorwurf dabei an das generative Modell, überlegt sich dieses doch bloß, welche Antwort auf die gestellte Frage am wahrscheinlichsten ist. Und wenn dann z.B. ein Großteil der Internetuser daran glaubt, dass Shakespeare eine Frau war, dann wird uns das die Künstliche Intelligenz auch erzählen. Anna Kruspe spricht dabei von „stochastischen Papageien“, ein wunderbarer Vergleich, kann die Maschine doch nur das kommunizieren, was vorher in Form von Daten zugeführt wurde. Kleine Schutzmechanismen gibt es, so verweigern die Bots anstößige, rassistische oder gegen geltendes Gesetz verstoßende Antworten.

 

Ein Tipp an alle Nutzerinnen und Nutzer: Ohne gesunden Menschenverstand geht wenig, die Antworten der Maschine sollten überprüft werden. Problem: Die Technik entwickelt sich rasant und die Sprachmodelle werden immer besser. Klingt natürlich erstmal gut, doch neben Sprache simulieren und erzeugen die Tools auch Bilder und Videos. Schon jetzt kursieren künstlich erzeugte Filmchen von Stars, Sternchen und Politiker, die von der Künstlichen Intelligenz lanciert wurden. Wer den Schwindel nicht erkennt, der wird irregeführt und ist ein Opfer sog. Fake News.

 

Ist ChatGPT also ein Fluch für die Menschheit? Nicht unbedingt, kann das Tool doch als Ideen- oder kreativer Impulsgeber fungieren. Auch Wunsch komponiert die Maschine Musik, programmiert Videospiele oder schreibt Teile eines Theaterstücks. Auch unterhalten kann Mann oder Frau sich gut mit der Künstlichen Intelligenz. Es kann durchaus spaßig und informativ sein, in die Welt dieser Sprachmodelle einzutauchen. Abzuwarten bleibt, wie sich der Markt entwickeln und welche Auswirkungen der vermehrte Einsatz im Alltag haben wird. Schon jetzt scheint der sog. „Schreibende Beruf“ ein Auslaufmodell zu sein, die generativen Modelle werden dies wohl noch beschleunigen.

 

Die rund 60 Besucherinnen und Besucher waren von Anna Kruspes Ausführungen sehr angetan und es bleibt spannend, wohin sich die Künstliche Intelligenz im Alltag entwickeln wird. Die Professorin wagte einen Blick in die Glaskugel, indem sie von einer sog. „AGI“ sprach, einem Modell, das alle generativen Systeme vereinen wird. Übersetzt wäre das eine intelligente Künstliche Intelligenz, die auf jeden vorhandenen Datenbestand zugreifen und diesen dann verwerten kann. Das klingt gruselig, denn wenn Maschinen sich irgendwann selbst mit Daten füttern und diese selbst erzeugen können… wozu braucht es dann noch uns Menschen?

 

 

 

 

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