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Die Regierung von Mittelfranken ordnete
mit Rechtsverordnung vom 5. Mai 1994 die Organisation des Schul-wesens
im Bereich des Schulverbandes Altmühlsee und der Stephani-Volksschule
vollkommen neu. Ziel dieser Neuorganisation ist es, die zum Teil
schlechten äußeren Schulverhältnisse im Bereich
des bisherigen Schulverbandes Altmühlsee grundlegend zu verbessern.
Rechtsverordnung Die Volksschule Altmühlsee (Grund- und Hauptschule) wird aufgelöst. Es werden folgende Schulen neu errichtet:
Grundschule in der Gemeinde Muhr am
See.
Sprengel: Gemeinde Muhr am See, Gemeindeteile
Streudorf, Höhberg, Oberhambach, Unterhambach, Schweina,
Wald, Steinabühl und Mooskorb der Stadt Gunzenhausen.
Grundschule in der Gemeinde Gnotzheim.
Sprengel: Gemeinde Gnotzheim, Gemeindeteile
Nordstetten, Stetten, Maicha, Cronheim und Filchenhard der Stadt
Gunzenhausen.
Grundschule Gunzenhausen-Südstadt.
Sprengel: Südstadt Gunzenhausen
ab und einschließlich Sonnenstraße, Zur Altmühl,
einschließlich der Gemeindeteile Lindenhof, Oberasbach,
Unterasbach, Obenbrunn, Aha, Edersfeld, Pflaumfeld, Unterwurmbach,
Oberwurmbach, Lohmühle, Reutberg, Steinacker und Weinberg
der Stadt Gunzenhausen.
Folgende Schulen werden mit verändertem
Sprengel weitergeführt:
Stephani-Volksschule Gunzenhausen (Grundschule).
Sprengel: Stadtgebiet Gunzenhausen ohne die
zur Grundschule-Südstadt gehörenden Gebiete, jedoch
einschließlich der Gemeindeteile Schlungenhof, Laubenzedel,
Sinderlach, Schnackenmühle, Scheupeleinsmühle, Büchelberg
und Frickenfelden der Stadt Gunzenhausen.
Stephani-Volksschule Gunzenhausen (Hauptschule).
Der Sprengel wird erweitert und erstreckt sich
auf das Gebiet der Stadt Gunzenhausen und der Gemeinden Gnotzheim
und Muhr am See. Die Schule umfasst die Jahrgangsstufen 5
mit 9.
Vorgeschichte
Die Stadtverwaltung erhob die zu erwartenden
Schülerzahlen der betroffenen Schulen und entwickelte mehrere
Lösungsvarianten. Im Schulverband Altmühlsee wurde der
Vorschlag gemacht, für dessen Sprengel eine eigene Hauptschule
in Unterwurmbach zu errichten. Nach intensiver Diskussion in den
betroffenen Gremien entschied sich der Stadtrat von Gunzenhausen
für die oben beschriebene Lösung. Die Rechtsverordnung
kann allerdings erst dann vollzogen werden, wenn durch den Bau
der Grundschule in der Südstadt im Stephani-Schulhaus die
erforderlichen vier bis fünf Zimmer für Hauptschulklassen
frei werden. Erschwerend kommt hinzu, dass noch eine Lösung
für den größeren Raumbedarf der Schule zur individuellen
Lernförderung gefunden werden muss.
Gründe
Nur eine zentrale, wenigstens zweizügig
geführte Hauptschule ermöglicht es ihren Schülerinnen
und Schülern, alle Wahlmöglichkeiten der Stundentafel
uneingeschränkt auszuschöpfen. Der angekündigte
neue Lehrplan für die Hauptschulen setzt diese Schulstruktur
weitgehend voraus. Für den praktischen Unterricht braucht
eine moderne Hauptschule gut ausgestattete Fachräume und
für den Sportunterricht Hallen- und Freiflächen, die
ohne Zwischenfahrten erreicht werden können. Insgesamt stehen
im Stephani-Schulhaus vierzehn Fachräume zur Verfügung.
In den meisten Fällen wird die Kapazität für eine
etwas größere Auslastung ausreichen. Ohne eine weitere
Schulküche, einen Werkraum und einen Computerraum wird man
aber nicht auskommen.
Mit ihren 380 Schülern in 15 Klassen
ist unsere Schule eine idealtypische Hauptschule - kleiner als
die Volksschule Altmühlsee. Die Stephani-Volksschule hat
keinerlei Vorteile davon, wenn sie Hauptschüler aus weiteren
Stadtteilen aufnimmt. Wir haben aber auch keine Einwände
dagegen, wenn es darum geht, allen Hauptschülern der Stadt
auf diese günstige Weise gleich gute äußere Schulverhältnisse
zu schaffen.
Die Zahl der Schüler, die im Stephani-Schulhaus
unterrichtet werden, erhöht sich dadurch nicht, weil im gleichen
Umfang Grundschüler in die neue Südstadt-Grundschule
wechseln.
Konsequenzen
Alle drei im Stephani-Schulhaus untergebrachten
Schulen haben steigende Schülerzahlen und sind dringend darauf
angewiesen, dass der Neubau so bald wie möglich in Angriff
genommen wird.
Die Lehrerkonferenzen der Grund- und
Hauptschule sowie das Schulforum empfehlen, den vermehrten Raumbedarf
der Schule L im Grundschulbereich im Neubau in der Südstadt
zu decken.
Die Infrastruktur des öffentlichen
Nahverkehrs ist der Sprengeländerung anzupassen, damit die
Schüler von ihren Wohnorten aus sternförmig und damit
viel schneller als bisher ihre Schule erreichen.
In praktischen Fragen (Bücher,
Lehrmittel ...) sollten die betroffenen Schulen schon jetzt zusammenarbeiten,
damit den Schülern der Wechsel erleichtert wird.
Hauptschüler aus den Stadtteilen
östlich der Altmühl profitieren schon seit Jahren von
der guten Ausstattung der Stephani-Schule. Sie sind gut integriert,
und ich denke, sie fühlen sich wohl bei uns. Lehrer und Schüler
aus dem Schulverband Altmühlsee werden sich sicher auch bald
an ihre neue Schule gewöhnen. Ich wünsche es mir jedenfalls.
Franz Müller
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