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Stephani-Volksschule Gunzenhausen

Jahresbericht 1996/97 (Hauptschule)



Zum Abschied

Sehr geehrte Lehrerinnen und Lehrer, liebe Mitschülerinnen und Mitschüler, liebe Eltern,

heute sind wir zusammengekommen, um den erfolgreich absolvierten Qualifizierenden Hauptschulabschluss und den Abschied von unseren Klassenkameraden zu feiern. Für uns beginnt jetzt ein neuer Lebensabschnitt, in dem wir sehr viel härter arbeiten müssen als bisher. Die Berufsausbildung fordert sehr viel Selbständigkeit, Disziplin, Mobilität und den Willen zur Teamarbeit. Doch zunächst beginnt für die meisten von uns ein sehr langer Urlaub. Ob ihr euch nun ein Holzhaus ohne Fernseher im Bayerischen Wald mietet und herabfallende Tannenzapfen beobachtet oder den ganzen Tag im Bett liegt, bleibt euch überlassen. Auf jeden Fall sollten die Ferien spannend und entspannend sein. Wenn man an die Zukunft denkt, dann schaut man sicher wehmütig auf den langen Erholungsurlaub und die Schulzeit zurück. Hier ein kurzer Rückblick der Schullaufbahn der 9 c:

Die erste und zweite Klasse verliefen, außer der vielen Hausaufgaben, ohne Probleme. Eine absolute Katastrophe war das dritte und vierte Schuljahr, denn ein Heer von Lehrern stürmte auf uns ein und zentnerschwere Büchertaschen machten uns das Leben schwer. In der fünften Klasse bekamen wir endlich den Rang "Hauptschüler" verliehen und machten in Englisch unsere ersten Gehversuche. Außerdem wurde ein Schulfest veranstaltet, bei dem wir das Klassenzimmer in eine Bücherei umbauten. Unsere Lehrerin Frau Hoyer fuhr mit uns und einer Partnerklasse aus Tschechien gegen Ende der sechsten Klasse ins Schullandheim Heidenheim. Die siebte Klasse ging sehr schnell vorbei. Beim diesjährigen Schulfest bauten wir einen Abenteuer-Parcours in der Sporthalle auf. Sehr interessant war auch die Betriebserkundung bei der Gärtnerei Distler mit unserer Lehrerin Frau Motschiedler. Ihre Nachfolge trat Herr Weigel an, ein sehr intellektuellen Lehrer. Leider war er vom Pech geplagt und konnte aufgrund eines Verkehrsunfalls und anderer gesundheitlicher Probleme nicht lange bei uns unterrichten. An dieser Stelle wünsche ich ihm deshalb im Namen der Klasse weiterhin gute Genesung.

Die Vertretung der achten Klasse war nicht immer zu Scherzen aufgelegt. Meist bestand der Unterricht aus Auseinandersetzungen, die vom Lehrer häufig defensiv geführt wurden. Im zweiten Halbjahr der achten Klasse versuchten wir uns in einer Schnupperlehre in verschiedenen Betrieben. Über den Zeitraum des zweiten Halbjahres der neunten Klasse hatten wir einen lustigen Lehrer, der ständig Witze erzählte. Über seine Witze konnte jedoch nie jemand lachen. Höhepunkt war der Schullandheimaufenthalt in Tönning an der Nordsee. Kurz gesagt: Leute unfreundlich, Landschaft reizvoll. Der Kurzurlaub war eigentlich hauptsächlich dazu gedacht, für den Qualifizierenden Hauptschulabschluss zu lernen, statt dessen wurde viel gefeiert. Wir schafften die Prüfung aber dennoch.

Nach neun Jahren Schufterei ist es für uns nun ein Kinderspiel, sechseckige Kreise zu konstruieren oder den Integranden des Integrals 1 zu berechnen. Wir Schüler haben uns während dieses langen Zeitraumes prächtig miteinander verstanden. Von unserer Klasse sind allerdings immer wieder Schüler auf eine andere Schule gegangen und neue hinzugekommen. Da war z. B. ein sehr gebildeter Junge, dem nicht einmal das Konjugieren lateinischer Verben schwer fiel. Auch viele interessante Mädchen gab es in unserer Klasse. Ich finde es jedenfalls sehr schade, dass wir nun auseinander müssen, doch irgendwann trennen sich bekanntlich immer die Wege.

Zum Schluss noch eine kurze Bilanz aus den neun Schuljahren: Etwa 5000 Schulhefte, 99 Füller, 8 Liebesbriefe, 75 Schultaschen, 3 Küsschen und 25 ausgelaugte Schüler. Trotzdem sollten wir optimistisch nach vorne blicken. Ich danke herzlich für eure Hilfe in all den Jahren und wünsche Euch weiterhin eine angenehme Zeit und viel Glück im späteren Leben.

Stefan Beck
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